Nistkästen richtig aufhängen

Wer einen Garten hat, sollte immer daran denken Nistkästen aufzuhängen. Vögel finden heute immer weniger Nistmöglichkeiten vor. Viele Gründe sind Schuld an dieser Entwicklung. Vor allem die zu intensive Forst- und Agrarwirtschaft. Doch auch in den Städten werden Parkanlagen mittlerweile überpflegt. So das Vögel auch dort kaum noch geeignete Nistmöglichkeiten vorfinden. Mit einem Nistkasten holen Sie also nicht nur ein Stück Natur in den Garten zurück, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Vogelschutz. Einige Punkte sollten dabei aber beachtet werden. Um einen Nistkasten im Garten aufzuhängen, sollte stets der richtige Platz gewählt werden. Vögel müssen dafür generell einen freien Anflug haben. Mehrere Nistkästen sollten mit einem Abstand von 4 – 8 Metern aufgehängt werden. Sinn machten übrigens Nistkästen mit unterschiedlich großen Einschlupflöchern, um so verschiedenen Vogelarten eine Heimat bieten zu können.

Material entscheidet

Gute Modelle finden Sie direkt im Onlineshop. Idealerweise sollten die Nistkästen aus Bimbsbeton, Holz oder Holzbeton sein. Metall oder Kunststoff-Nistkästen sind zwar ebenfalls schön, bieten den Vögeln aber nur eine geringe Wärmedämmung. Bei Holz kann die Luft zugleich gut zirkulieren.

Jede Vogelart bevorzugt ihre eigene Art von Nistkästen. Ein Einflugloch von 2,7 cm und ein Standardkasten von ungefähr 25 x 25 x 45 cm eignen sich für Feldsperlinge, Haubenmeisen und um zum Beispiel Blaumeisen. Ein größere Einflugloch bis zu 3,5 cm bietet hingegen auch dem Haussperling, der Kohlmeise und zum Beispiel dem Kleiber einen Nistplatz. Wer hingegen auch Bachstelzen oder Hausrotschwänze in seinem Garten haben möchte, sollte auf Halbhöhlen als Nistkästen setzen. Diese besitzen kein Einflugloch, sondern eine halb offene Vorderwand. NABU empfiehlt, die Nistkästen frühzeitig aufzuhängen- Viele Vögel beginnen bei der milden Witterung bereits im Februar mit dem Nestbau. Sinnvoll ist es also bereits in oder vor der Winterzeit die Nistkästen aufzuhängen. Damit können dann später Meise und Co. unbeschwert brüten.

An die Reinigung denken

Bei bereits im Garten hängenden Nistkästen, sollte auch auf die Reinigung geachtet werden. Um keinen Winterschläfer zu stören, sollte bereits frühzeitig damit begonnen werden. Tabus sind natürlich chemische Reinigungsmittel. Auch Desinfektionsmittel sind ein NO-GO. Es reicht vollkommen, wenn Sie den Nistkasten ausfegen und danach mit klarem Wasser ausspülen. Vor dem aufhängen sollte das Innere gut durchtrocknen.

Nistkästen sollten natürlich immer sicher vor Katzen und Mardern in der Höhe angebracht werden. Doch Vorsicht. Auch Eichhörnchen können böse sein und eine Gefahr für Eier und Jungvögel darstellen. Sinn macht es daher, den Nistkasten direkt um einen Ast zu hängen. An spielende Kinder sollte natürlich ebenso gedacht werden. Immerhin sind Jungvögel für unsere Kleinen ein interessantes Gut.

Flickr.: Henry T. McLin

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