Hundekrankenversicherung – Wie wichtig ist sie?

Für die meisten Hundebesitzer ist eine Hundehaftpflicht in vielen Bundesländern bereits Pflicht. Diese Haftpflichtversicherung ist sinnvoll und kann den Halter vor hohen finanziellen Forderungen bewahren. Läuft der Hund vor ein Auto, kann es schnell zu einem Millionenschaden kommen. Der Halter ist dabei immer verantwortlich, egal wie er sich verhalten hat. Wir wissen also, dass eine Halterhaftpflichtversicherung sinnvoll ist.

Doch wie sieht das mit einer Hundekrankenversicherung aus? Nur wenige Hundehalter schließen eine solche Versicherung ab. Da es sich hierbei um eben keine Pflichtversicherung handelt, kümmern sich die meisten Halter nur beiläufig darum. Ein Fehler, der teuer werden kann. Jeder Hund muss regelmäßig zum Tierarzt. Sei es für die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, Wurmimpfungen oder nach einem Unfall. Die Tiere verletzten sich schnell. Die Kosten der Tierärzte wurden in diesem Jahr erst deutlich angehoben. Ohne eine Hundekrankenversicherung muss der Halter sämtliche Kosten tragen. Das mag für die meisten ok sein, wenn sich der Rechnungsbetrag nachher um 100 – 200 Euro bewegt.

Doch die Praxis zeigt, dass die Tierarztrechnungen immer höher werden. Vierstellige Beträge sind keine Seltenheit. Und was passiert, wenn Sie plötzlich mit großen Augen vor Ihrem Tierarzt stehen und die Rechnung nicht bezahlen können? Ihr Tier wird eingezogen und erst wieder herausgegeben, wenn die Rechnung beglichen ist. Eine Hundekrankenversicherung hätte davor schützen können. Die nachfolgende Statistik der Tierversicherung von Gothaer, zeigt, wie wichtig eine Krankenversicherung für den Hund ist.

 

Welche Kosten erwarten mich

Tatsächlich kommt es schnell zu Behandlungskosten um die 1.500 Euro. Vielfaches Problem ist ein Tumor, wobei etwa 25 Prozent bösartig sind. Eine solche Behandlung mit OP und Nachbehandlungen kostet um die 600 – 1.100 Euro.

Erkrankungen am Zahnfleisch spielen sich häufig in einem Rahmen von 240 – 600 Euro ab.

Besonders häufig kommt es bei einem Hund zu einem Kreuzbandriss. Die Kosten sind hier besonders hoch und können um die 1.500 – 2.000 Euro betragen.

Bei vielen Hündinnen muss die Gebärmutter entfernt werden. Damit soll das hormongesteuerte Verhalten kontrolliert werden. Um die 500 – 800 Euro kann so ein Eingriff kosten.

Das Problem sind nicht unbedingt die Kosten, sondern dass diese meistens dann anfallen, wenn das eigene Budget knapp ist. Die meisten Tierärzte geben schon seit Jahren keinen Kredit mehr oder bewilligen eine Ratenzahlung. Die Zahlung ist also vor der Behandlung auf den Tisch zu legen. Wer später nicht zahlen kann, muss sogar damit rechnen, dass der Hund erst dann wieder zu seinem Halter darf, wenn die Rechnung vollständig bezahlt ist. Eine Hundekrankenversicherung kann davor schützen.

 

[Bilder: Grafik Gothaer; Artikelbild: Rike von pixelio.de]

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