Herrenlose Hunde – Misshandlung bis in den Tot

Über herrenlose Hunde wird häufig gesprochen und diskutiert. Häufig bleibt es aber dabei. En Blick auf die einzelnen Länder in Europa zeigt, wie groß das Problem wirklich ist. Während in stabilen Ländern wie Deutschland, Österreich und auch in der Schweiz (die ja quasi zu Europa gehört) herrenlose Hunde kaum zu finden sind, ist es in Ländern wie Ungarn, Bulgarien, Rumänien und anderen Staaten zu einem massiven Problem geworden. Tierschutz ist in solchen Ländern ein kaum bekanntes Wort. So verwahrenlosen herrenlose Hunde regelmäßig oder werden gequält und oft in übelster Weise misshandelt. Die EU kennt dieses Problem bereits seit Langem. An einer Lösung ist dort aber kaum jemand interessiert. Das gleiche zeichnet sich in den betroffenen Ländern ab. Dort fehlt es sowohl an Interesse als auch an finanziellen Möglichkeiten, um herrenlose Hunde einzudämmen.

Im ersten Moment hört sich das Leben der herrenlosen Hunde traumhaft an. Denkt man doch hierbei an den Leinenzwang, der in Deutschland gilt und die Tiere unverhältnismäßig ihrer Freiheit beraubt. Doch die Schattenseiten dürfen nicht vergessen werden. Streuner, also herrenlose Hunde aber auch Katzen sind häufig einfach ausgesetzt. Sie sind alleine und streunen hilflos durch die Gegend. Verzweifelt suchen sie nach Essensresten oder Anschluss. Für die meisten kommt die Hilfe zu spät und sie verenden erbärmlich. Einige Behörden reagieren vollkommen hilflos und kennen keine andere Maßnahme, als die herrenlosen Hunde einzufangen und anschließend zu töten. Eine Lösung ist das nicht!

Herrenlose Hunde – Eine neue Chance

Zum Glück gibt es dennoch immer wieder Vereinigungen und Tierfreunde, die sich dem grausamen Schicksal der Streuner annehmen. Herrenlose Hunde finden dann ein Asyl, in dem sich von den Strapazen der Straße erholen können. Nicht selten kommt es vor, dass herrenlose Hunde auch körperlich stark angegriffen sind. Dann ist die Liebe und die beinahe grenzenlose Geduld der Tierfreunde wichtig. Das Pfötchenasyl hat sich auf herrenlose Hunde spezialisiert und bietet den Streuner ein neues Heim der Hoffnung. Nähere Informationen zu der Arbeit und den Möglichkeiten der Tierfreunde, lassen sich direkt auf der informativen Webseite unter  finden. Die Auffangstation, die Swiss-Ranch, ist die erste Anlaufstation für Hunde in Not. Vor allem für herrenlose Hunde aus Ungarn. Dabei kümmert sich das Pfötchenasyl nicht nur um die Hundevermittlung, sondern auch um die ärztliche Betreuung. Für viele herrenlose Hunde ist es quasi die Rettung vor dem sicheren und oft qualvollen Tod.

Problem in Ungarn

Herrenlose Hunde in Ungarn werden gejagt, gequält und brutal abgeschlachtet. Unter vielen Jugendlichen ist es ein Spiel geworden. Die Gesellschaft hat das Problem unter den Teppich gekehrt. Es gilt als unwahrscheinlich, dass in den kommenden Jahren das Problem der herrenlosen Hunde tatsächlich gelöst wird. Sofern überhaupt Lösungsansätze bestehen, bedeutet das für die Streuner meistens den Tot. Für uns Tierliebhaber eine unglaubliche Vorstellung. Selbst wenn die herrenlose Hunde eingefangen werden und in den ungarischen Tierheimen landen, bedeutet das einen bestialischen Tot auf Raten. Die meisten Tierheime in Ungarn verfügen nicht Ansatzweise über ausreichend finanzielle Mittel, um die Hunde zu pflegen oder gar tierärztlich versorgen zu können. So kommt es häufig vor, dass herrenlose Hunde tot in Müllsäcken gefunden werden oder, oft mit offenen Wunden im eigenen Kot dahinvegetieren. Immer wieder kommt es vor, dass Tierfänger in Ungarn die herrenlosen Hunde nur zum Spaß einfangen und dann töten. Ohne Tierauffangstation, wie zum Beispiel das Pfötchenasyl, wäre das Leid vieler Hunde grenzenlos.

 

Bild: Kristof Arndt

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