Heilpflanze Ringelblume

Die Kraft der Natur zu nutzen und mit Heilpflanzen gegen Krankheiten anzugehen, ist eine jahrtausendealte Tradition. Immer besser sind die Inhaltsstoffe und die Wirkungen der Pflanzen erforscht. Neben Kamille und Arnika gehört auch die Ringelblume zu den bewährtesten Heilpflanzen.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zu der Familie der Korbblütler und fühlt sich vor allem an sonnigen Standorten sehr wohl. Hohe Ansprüche an die Bodenqualität stellt das Gewächs nicht. Die Blütenfarbe reicht von hellem Pastell bis zu sattem Gelb-Orange und ist nicht nur im Sommer, sondern sogar noch im Herbst eine wahre Augenweide. Den Namen verdankt die Ringelblume aber nicht ihrer Blüte, sondern ihrem ringelförmigen Samen. 2009 wurde sie sogar zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Ursprünglich stammt sie übrigens aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika.

Ringelblume bereits in der Antike

Die Ringelblume wurde aufgrund ihrer heilenden Wirkung bereits in der Antike eingesetzt. Auch Hildegard von Bingen entdeckte sie als wirksame Heilpflanze und verwendete sie in Form von Ringelblumenbutter bei offenen Wunden, Blutergüssen und Gelenkschmerzen. Auch heute noch gehört die Ringelblume zu den beliebtesten Heilpflanzen für Mensch und Tier. Einzig bei Katzen sollte die Dosis beachtet werden, da die Pflanze in größeren Mengen toxisch auf die Haustiere wirken kann.

Heilende Wirkung der Ringelblume

Die Ringelblume ist eine sehr vielfältig einsetzbare Heilpflanze. Zum einen wirkt sie abschwellend und entzündungshemmend, zum anderen regt sie Kreislauf und Stoffwechsel an und löst Krämpfe. Darüber hinaus fördert Ringelblume die Durchblutung und damit die Heilung der Haut bei Wunden. Auch bei Magen-Darm-Problemen hat sich die Ringelblume als Heilmittel bewährt.

Konkret wird Ringelblume also bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Pilzen oder Furunkeln eingesetzt. Dank der antibakteriellen Wirkung kann sie auch bei offenen und schlecht heilenden Wunden und Schnittverletzungen aufgetragen werden. Und selbst bei Schleimhautentzündungen und geschwollenen Lymphknoten kann die Ringelblume Linderung verschaffen.

Heilmittel aus Ringelblume selbst herstellen

Ringelblume wird am häufigsten als Salbe zur äußeren Anwendung genutzt. Bei der Herstellung von Salbe bildet Fett oder Wachs die Grundlage. Die Ringelblumenblüten werden in Olivenöl erhitzt und anschließend abgekühlt. Die Blüten werden gesiebt und das Öl zusammen mit flüssigem Bienenwachs und Vaseline gemischt. Nach Abkühlen über Nacht ist die Salbe fertig. Auch überbrüht als Sud entfaltet die Ringelblume ihre wohltuende Wirkung. Menschen können ihn als Tee zu sich nehmen, bei Tieren kann er über das Futter gegeben werden.

Allergien beachten

Natürlich muss auch bei der Anwendung von Ringelblume stets auf Allergien geachtet werden. Bei schwerwiegenden Erkrankungen ersetzt die Anwendung der Heilpflanze nicht den Gang zum (Tier-)Arzt.

Bildquellenangabe: uschi dreiucker / pixelio.de

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