Echeverien sind ideale Zimmerpflanzen

Aus der Mitte Amerikas, aus Mexiko, stammt die schöne, elegante Echeverie. Sie wurde nach dem mexikanischen Zeichner Atanasio Echevarria oder Echeveria – genau lässt sich sein Name nicht mehr feststellen benannt. Die wichtigsten Eigenschaften, nämlich gutes Aussehen, leichte Pflege und einfache Vermehrung, beruhen zu einem großen Teil auf der Zugehörigkeit der Echevenen zu den Sukkulenten oder Fettpflanzen. Eine gut gepflegte Echevenie sieht mit ihren dicken, fleischigen Blättern tatsächlich so aus, als ob sie Fett angesetzt hätte. Das Klima ihrer Heimat zwingt die Pflanzen, in regenreichen Monaten Wasser für die Durstzeiten zu sammeln. Dazu befähigt sie ein gut ausgebildetes Wurzelsystem sowie ihr Talent, das Wasser in besonderen Organen zu speichern und ganz fest für sich zu behalten.

Ideale Zimmerpflanze

Ihr sukkulenter Charakter macht die Echeverie daher zu einer idealen Zimmerpflanze. Sie ist nicht so sehr auf Fingerspitzengefühl beim Gießen angewiesen und verträgt ohne weiteres trockene Zimmerluft. Außerdem kommt sie mit wenig Wärme (8 bis 10 Grad Celsius) aus, selbst im Winter reichen 10 Grad Celsius und wenig Wasser völlig aus, um bestimmte Arten Wochen- und monatelang blühen zu lassen. Immer stellt man sie an einem hellen Platz auf, im Sommer möglichst im Freien. Da Echeverien von Natur aus genügsam sind, wachsen sie am besten in kleinen Töpfen mit einer humosen, leichten Erdmischung aus Mistbeeterde, Lauberde und Sand oder Einheitserde.
Für den Winter erlangte besonders die kleine Echeverie derenosa Bedeutung, außerdem E. fulgens und E. retusa samt einigen Hybriden. Die Blüte hält praktisch den ganzen Winter hindurch an. Krankheiten kennen Echeverien so gut wie gar nicht. Mit allem, was sie sind und haben, machen sie nichts als Freude.

Nach Blüte verringert sich Wachstum

Nach der Blüte gibt die Pflanze ihrer Neigung, hoch hinaus zu wollen, stärker als bisher nach. Da zu hohe Wintertemperaturen diese Neigung noch verstärken, kommt es nicht selten vor, dass solche Echeverien immer höher und höher wachsen, laufend die unteren Blätter verlieren, bis auf einem langen, krummen Stamm nur noch eine Karikatur von Rosette sitzt. Das ist der Augenblick, in dem viele die Freude an der Pflanze verlieren und sie wegwerfen. Man freundet sich jedoch mit solchen Pflanzen schnell wieder an, wenn man sie kurzerhand verjüngt. Dazu schneidet man die Rosette mit einem entsprechend langen Stielstück ab und steckt sie als Kopfsteckling in eine Mischung aus Torf und Sand zu gleichen Teilen.

Stecklinge

Den Rest des Stammes, der nun tatsächlich kaum noch nach Pflanze aussieht, schmeißt man trotzdem nicht weg, sondern stellt ihn ein wenig abseits, bis an seinem Grunde neue kleine Rosetten sprießen. Ist es nur eine, schneidet man nun den Stamm ganz weg, und die kleine Rosette wächst an Stelle der alten heran. Sind es mehrere, die sich gegenseitig bedrängen würden, dann benutzt man sie ebenfalls als Stecklinge. So erhält man schon eine ganze Anzahl neuer Pflanzen. Praktisch kann man aus jedem Pflanzenteil Nachwuchs ziehen, so auch aus den kleinen Kindeln, Trieb- und Blattstecklingen, die sich verhältnismäßig rasch bewurzeln.
Echeverieblüten halten sich übrigens auch ausgezeichnet in der Vase, oft mehrere Wochen lang.

 

Bild: Tim, Manuel M. Ramos/Flickr.

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