Was bei der Schafhaltung wichtig ist

Viele Kinder träumen von einem kleinen Lamm im Garten, mit dem sie spielen und schmusen können. Doch Schafe sind weniger kuschelige Haustiere als Nutztiere und Lieferanten von Wolle, Milch und Fleisch. Trotzdem können sie zu Hause gehalten werden – wenn einige wichtige Anforderungen an die Schafhaltung erfüllt sind. Wer Platz und Grün zur Verfügung hat, der kann von Schafen als natürlichem Rasenmäher profitieren, denn sie halten das Gras kurz. Außerdem sind Schafe recht robust und pflegeleicht – alles, was sie benötigen, ist ausreichend Weidefläche. Die Größe der Weide variiert je nach Anzahl von Schafen, doch für alle Tiere sollte genügend Bewegungsfreiraum und Futter vorhanden sein. Der grobe Richtwert liegt bei 1.000 qm pro Schaf, abhängig von der Boden- und Weidequalität. Sinnvoll – auch um Parasitenbefall vorzubeugen und die Erholung der Weide zu sichern – ist die Beweidung mit Parzellen, in denen die Tiere abwechselnd fressen können. Ein Maschendraht- oder Elektrozaun kann problemlos als Abgrenzung dienen. Das freie Grasen macht auch die Ernährung im Rahmen der Schafhaltung recht unkompliziert. Trotzdem benötigen die Tiere Minerallecksteine, die ihnen frei zur Verfügung stehen. Die Zufütterung von Heu und Kraftfutter sollte vor allem im Winter und bei der Lammung bedacht werden. Eine Umstellung des Futterangebots sollte allerdings immer nur allmählich vorgenommen werden, damit der Verdauungstrakt sich langsam und schonend anpassen kann. Der freie Zugang zu Wasser ist außerdem unumgänglich für die Schafhaltung. Übrigens: Auch wer privat Schafe hält, muss die Tiere unbedingt beim Verband und bei der Kreisverwaltung anmelden. Da ausgebrochene Schafe immer wieder für Unfälle sorgen, lohnt es sich auch, über eine Haftpflichtversicherung für die Tiere nachzudenken – besonders bei Schafhaltung in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen.

Schafe nie alleine halten

Wichtig bei der Schafhaltung und unbedingt vor der Anschaffung zu bedenken: Schafe sind Herdentiere und dürfen nie alleine gehalten werden. Sie haben außerdem eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren und sind damit eine eher langfristige Anschaffung. Und auch wenn Schafe nicht viele Bedürfnisse haben, erfordern sie Arbeit. Regelmäßige Klauenpflege, Scheren und Entwurmen sind unverzichtbarer Teil der Schafhaltung.

Auch ein Stall gehört zur Schafhaltung

Wer Schafe halten möchte, der benötigt außerdem einen Stall oder Unterstand für seine Tiere, um ihnen Schutz vor zu harschen Witterungsbedingungen zu bieten – sei es extreme Sonne oder enorme Kälte. Der Stall sollte ausreichend groß, sauber und trocken sein sowie über genügend Tränkstellen und Rückzugsorte für Mutterschafe und Lämmer verfügen. Wenn Schafe artgerecht gehalten werden, können sie nicht nur sehr nützlich sein, sondern auch viel Freude bereiten.

Bild: keeva999/Flickr.

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