Wer einen Hund bei sich aufnehmen möchte, sollte sich am besten an die örtlichen Tierheime wenden. Dort sind die Hunde und auch andere Tiere besonders dankbar. Die meisten Tierheime platzen aus allen Nähten und bekommen nur wenig Unterstützung von den Städten und vom Staat. Schon deshalb sollte der erste Blick dorthin gehen.
Tierheime spielen also eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft. Sie bieten ausgesetzten und misshandelten Tieren Zuflucht, ermöglichen Adoptionen und arbeiten unermüdlich daran, das Leben dieser Tiere zu verbessern.
Was sollte ich im Vorfeld beachten
Ein Hund ist kein Spielzeug, mit der Anschaffung geht eine große Verantwortung einher. Übrigens auch finanziell! Letzteres sollte besonders bedacht werden. Monatliche Rücklagen oder eine gute Hundekrankenversicherung können für spätere gesundheitliche Probleme hilfreich sein. Zunächst sollte man sich mit den Themen Hundevermittlung, Hundefutter, Hundezubehör, Tierheim und sonstigen Kosten vertraut machen.
Fragen, die ich mir stellen muss:
Habe ich überhaupt die finanziellen Möglichkeiten, einen Hund zu halten? Gutes Hundefutter kann viel Geld kosten, dazu kommen die regelmäßigen Tierarztbesuche, Spielzeug, dies und das. 200 Euro im Monat sollten mindestens zur Verfügung stehen. Kleine Hunde kosten mindestens 50 bis 80 Euro im Monat.
Lässt Ihre Wohnsituation die Haltung eines Hundes zu? In vielen Wohnungen sind Hunde nicht erlaubt oder vom Vermieter nicht erwünscht. Tierheime suchen Adoptanten, die stabile Lebensumstände bieten können. Dazu gehört ein sicheres Zuhause, in dem sich der Hund wohl fühlt. Wenn Sie zur Miete wohnen, müssen Sie eventuell nachweisen, dass Haustiere erlaubt sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Umgebung, in der der Hund leben wird. Neben viel Auslauf ist auch die Größe der Wohnung wichtig. Tierheime prüfen, ob die Wohnung und der Lebensstil des Adoptivelternteils den Bedürfnissen des Hundes entsprechen. Manche Hunde brauchen zum Beispiel viel Auslauf oder besondere Pflege.
Wie viel Zeit habe ich für den Hund? Hunde lieben die Gesellschaft ihrer Menschen und sind nicht gerne allein. Hunde brauchen Zeit, Zuwendung und Pflege. Tierheime möchten sichergehen, dass potentielle Adoptanten bereit sind, sich langfristig um den Hund zu kümmern. Dazu gehören tägliche Spaziergänge, Spielstunden und Trainingseinheiten.
Grundkenntnisse über die Pflege und das Verhalten von Hunden sind von Vorteil. Einige Tierheime bieten Beratung und Lehrmaterial an, um Adoptanten zu unterstützen. Erfahrung im Umgang mit Hunden kann ebenfalls hilfreich sein, insbesondere bei speziellen Rassen mit besonderen Bedürfnissen.
Ablauf im Tierheim
Viele Tierheime führen in der Regel Vorgespräche, Hausbesuche und Nachuntersuchungen durch, um sicherzustellen, dass der Hund ein liebevolles und sicheres Zuhause findet. Potentielle Adoptanten sollten diesem Prozess offen gegenüberstehen und bereit sein, mit dem Tierheim zusammenzuarbeiten.
Das sollte auch beachtet werden
Nachdem Sie einen Hund nach Hause gebracht haben, kann es einige Monate dauern, bis Sie sein wahres Gesicht sehen. Manche schüchternen Hunde werden gesellig. Einige hyperaktive Hunde entspannen sich. Einige ruhige Hunde werden hyperaktiv.
Bei jedem Hund – ob Welpe oder erwachsener Hund, ob Rassehund oder Mischling, ob von einem tollen Züchter oder aus dem Tierheim – bleibt immer eine gewisse Unsicherheit. Man weiß nie, welche medizinischen oder Verhaltensprobleme auftauchen oder wie der Charakter eines Welpen in drei Jahren sein wird. So ist das Leben. Aber es lässt sich nicht leugnen, dass Tierheimhunde viele Fragezeichen mit sich bringen.
Fazit zur Anschaffung
Ein Hund ist kein Spielzeug. Wer den einfachen, perfekten Vierbeiner sucht, sollte sich keinen Hund anschaffen. So lieb und nett ein Hund auch sein mag, er wird immer wieder – wenn auch nicht absichtlich – etwas kaputt machen oder die Nerven seines Besitzers strapazieren. Das ist ein wichtiger Punkt, der vor der Anschaffung eines Hundes unbedingt bedacht werden sollte.
Am besten lernt man auch, die Hundesprache zu erkennen, das geht über die Körpermimik. Die Hundesprache ist unglaublich subtil. Wenn Sie sie einmal beherrschen, werden Sie erstaunt sein, welche völlig neue Welt der Hundekommunikation sich Ihnen eröffnet. Sie werden den Unterschied zwischen einem ruhigen und einem verschlossenen Hund erkennen.